Wie sieht preisgekrönte, nachhaltige Architektur aus?
Shownotes
In dieser Folge spricht Podcast-Host Anna Burger mit dem Architekten und Juryvorsitzenden Matthias Hein über den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2026. Dabei gewährt er nicht nur exklusive Einblicke in die Arbeit der Jury, sondern berichtet auch von Architekturprojekten vergangener Auszeichnungen, die ihm besonders in Erinnerung geblieben sind.
Darüber hinaus widmet sich das Gespräch grundlegenden Fragen der nachhaltigen Architektur. So geht es unter anderem darum, ob Beton grundsätzlich mit nachhaltigem Bauen vereinbar ist oder welche Rolle Mobilität spielt.
Transkript anzeigen
00:00:01: Der Klimadialog, ein Podcast von Klimaaktiv.
00:00:04: Wir sprechen mit Menschen die Mut machen, die anpacken und vorangehen – der Klimadiallog mit Anna Burger.
00:00:12: Herzlich willkommen liebe Hörerinnen und Hörern!
00:00:15: Wir alle kennen ikonische Gebäude vom Eiffeltürm in Paris bis hin zum Opernhaus in Sydney oder auch das Hundertwasserhaus in Wien.
00:00:24: Aber auch unsere Anforderungen an Gebäuden entwickeln sich weiter und so kann man sich die Frage stellen Kann Architektur eigentlich nachhaltig sein?
00:00:32: Ohne zu viel vorwegzunehmen, kann ich diese Frage schon zu Beginn mit Ja beantworten.
00:00:37: Am elften November dieses Jahres wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus erneut der Staatspreis Architektor und Nachhaltigkeit vergeben – und ich darf mich heute mit dem Jury-Vorsitzenden Matthias Heinen unterhalten!
00:00:52: Herr Hein ist selbst Architekt und ich möchte heute von ihm erfahren, wie denn die Shuri-Arbeit bei so einem Preis abläuft.
00:00:58: Wer ein preisgegröntes nachhaltiges Architektsurprojekt aussehen könnte – ob Architektor und Nachhaltigkeit immer Hand in Hand gehen sollten!
00:01:07: Herr Hein, bevor wir in unser Thema starten Sie als Architekte welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für sie ganz persönlich in ihrer Arbeit oder auch in ihrem Privatleben?
00:01:16: Ich denke es spielt eine sehr wichtige Rolle.
00:01:18: das hat sich zunehmend entwickelt.
00:01:21: Ich erinnere mich, als ich aus dem Studium gekommen bin, habe ich große Lust gehabt zu bauen.
00:01:25: Ich wollte vor allem betonieren weil Beton einfach ein Material ist mit dem man sehr viel und sehr vieles auch einfach und schön machen kann.
00:01:35: Und im Laufe der Arbeit hat sich das dann stark geändert.
00:01:39: Ich habe mich deutlich breiter aufgestellt.
00:01:42: in meinem Zugang Über Vorträge, die sich eigentlich zuverläger geben haben sehr früh gelernt wie groß die Chance ist, die CO-Zweibilanz durch gute heidektonische Konzepte zu senken.
00:01:58: Und das wurde dann zu seiner Grundtriebfeder meiner Arbeit.
00:02:04: Also ich bin da so hineingerutscht, weil ich habe mich im Studium schon damit beschäftigt aber vielleicht zu wenig ernsthaft.
00:02:11: und Ja, ich möchte jetzt nicht generell gegen den Betonbau reden.
00:02:15: Es ist völlig falsch wenn das so rüber kommt aber einfach die Verantwortung gelernt, die ich wahrnehmen kann und auch die Chance der Multiplikationen, die als Architektur schaffender wahrnehmen können.
00:02:27: Ich kann mir vorstellen wir werden heute vielleicht nochmal über Beton geredet.
00:02:30: starten wir mal mit ihrer Funktion als Schiri-Vorsitzenden vom Staatspreis ganz allgemein.
00:02:36: was ist denn der Staatsprei für Architektur Nachhaltigkeit?
00:02:39: Und seit wann gibt es ihn?
00:02:41: wie es entstanden?
00:02:42: Der Staatspreis für Architektur Nachhaltigkeit wurde erstmals im Jahr, ausgelobt.
00:02:48: Soweit ich weiß war das eine Initiative von Roland Kneiger der damals in Linz unterrichtet hat als Professor für Architektur gemeinsam mit Robert Lechner, der auch heute noch in der Jury ist und er wurde zwei Sechs zum ersten Mal ausgeloppt und war damals wirklich etwas völlig Neues.
00:03:08: es ging darum den Architektur schaffenden, aber auch den Auftraggebenden die Angst zu nehmen davor dass Nachhaltigkeit die Architektor behindert oder zerstört sondern einfach zu zeigen das Nachhaltigkeits- und Architekts zusammengehen können.
00:03:25: Und auf beiden Ebenen hervorragende Projekte geschaffen werden können gemeinsam auf beiden Ebene.
00:03:31: Und an wen wird denn dann der Preis vergeben?
00:03:34: Der Preis wird vergeben gesamte Team, dass ein Projekt entwickelt.
00:03:39: Sprich die Auftraggebenden aber auch die Architektinnen und Architekten, die Ingenieure einfach das Team, das gemeinschaftlich dieses Projekt entwickelt und umgesetzt hat.
00:03:49: Und wird man vorgeschlagen oder kann man sich bewerben für den Preis?
00:03:54: Nein, man bewirbt sich für diesen Preis.
00:03:56: Ja, es ist schon ein umfangreiches Prozedere was ich auch gut finde.
00:04:01: Man muss sich also in der Bewerbung für den Preis in der Abgabe seiner Daten intensiv damit auseinandersetzen was man da tut.
00:04:08: Es ist kein schnell schnell einreichen sondern man füllt so einen Datenformular aus das funktioniert online und man gestaltet auch ein Plakat dass dann wirklich in der Jury-Sitzung an der Wand hängt, ganz altmodisch.
00:04:24: Weil das einfach doch das beste Mittel ist um sich auch architektonischer Sahel zu
00:04:28: nähern.".
00:04:29: Und wie nähern Sie sich jetzt da Sache?
00:04:31: Also wo liegen denn die Schwerpunkte, anhand deren sie die Projekte bewerten?
00:04:36: Man muss vielleicht sagen diese Jury ist von Beginn an und es ist ein wesentliches Element des Preises in zwei Teile geteilt.
00:04:43: Es gibt die Nachhaltigkeitsfraktionen und es gibt die Architekturfraktion.
00:04:48: Diese beiden Juryseiten müssen einem Projekt beide zustimmen, wenn es einen Preis bekommen soll oder auch nominiert werden soll.
00:04:58: Also wenn das nur von einer Seite kommt ist das zu wenig.
00:05:01: Insofern bin ich als Architekt jetzt zuständig mit zwei anderen Kolleginnen und Kollegen für die erhedektronische Bewertung Und das gleiche gibt es auch von Nachhaltigkeitsseite.
00:05:13: Natürlich gibt's da große Schnittmengen weil auf der Nachhaltigkeit Seite sitzen Meistens auch Menschen, die mit Architektur sehr viel zu tun haben oder sogar Architekten sind.
00:05:24: Genauso sind wir und Architekten auf der Architektor-Seite sehr stark mit Nachhaltigkeit.
00:05:30: Es gibt auch Schnittmengen aber sagen wir mal verschiedenseitige Zugänge zu den Themen und das ist ja nicht das Spannende im Schirierungsprozess.
00:05:39: Ich stelle mir das gar nicht so einfach vor.
00:05:41: wie ist denn der Prozess der Entscheidungsfindung?
00:05:44: Wie oft treffen Sie sich?
00:05:46: Wie viele Austausch findet da statt?
00:05:48: Es läuft so ab, es gibt eine Deadline bis zu der die Projekte eingereicht werden müssen und dann erfolgt eine Vorprüfung.
00:05:55: Die erfolgten von beiden Seiten also in hinsichtlich Nachhaltigkeit und hinsichtlicher Heidiktur.
00:06:01: Und mit diesen Unterlagen dieser gesammelten objektiven verglichenen Liste an Projekten das heißt mit der startet dann die erste Jury-Sitzung.
00:06:12: Zu ersten Jury Sitzungen sind dann Alliorin und Juron schon anwesend Und man sucht aus den eingereichten Projekten diejenigen heraus, die besonders hervorstechen.
00:06:26: Das muss eine Anzahl von Projekte sein, die man in drei Tagen auch besichtigen kann.
00:06:32: Es ist auch ein besonderes Qualitätsmerkmal dieses Preises.
00:06:35: Es wird dann in einem zweiten Schritt diese Projekте in drei Tage wirklich angeschaut.
00:06:42: Also da gibt es Termine und man fährt quer durch Österreich von West nach Haus oder Ost nach West, die verantwortlichen Personen sind dann vor Ort und man nimmt sich eine dreiviertel Stunde Zeit das Gebäude jeweils anzuschauen mit den Leuten zu sprechen Fragen zu stellen usw.
00:06:58: Das ist ein extrem wichtiger Prozess sehr aufwendig zeitaufwendig noch anstrengend aber enorm wichtig weil vieles einfach erst dann klar wird.
00:07:08: Und Mit diesen Erlebnissen sitzt man sich zum Schluss zusammen debattiert, diskutiert.
00:07:16: Wer denn jetzt nominiert wird und unter den Nominierungen gibt es dann nochmal sehr wenige die oberste Stufe erreichen und den Preis bekommen?
00:07:27: Okay also ich glaube man hört schon das ist auf jeden Fall ein weitgehendes Umfangen und die Entscheidung wird nicht leichtfertig getroffen?
00:07:35: Nein absolut nicht!
00:07:36: Sie hatten das jetzt eh auch schon öfters angedeutet, aber vielleicht nochmal auf den Punkt gebracht.
00:07:40: Was ist denn die Besonderheit an diesem Preis?
00:07:42: Weil im Bereich Architektur gibt es ja einige Preise.
00:07:46: Ja, es gibt zunehmend viele Preise und ich nehme das etwas gemischt wahr weil ich denke dass viele da runter einfach Marketinginstrumente sind Und für mich ist entscheidend, dass ein Preis einen wirklich wichtigen Beitrag zur Baukultur leistet.
00:08:04: Und da ist der Staatsbeiß für Architekturnachhaltigkeit enorm stark, weil er einfach deutlich mehr kann als nur gute Architektor zu primieren, sondern er geht in die Tiefe und nimmt das Thema Nachhaltigkeit mindestens eben bürdig dazu.
00:08:20: Es verlangt eigentlich die Auslobung dass die Architeektur hervorragend ist und aber auch das Thema nachhaltigkeit innovativ und leuchtumartig behandelt wird.
00:08:31: Und das ist schon etwas sehr besonderes, einzigartiges, dass ich auch aus den anderen Ländern um uns herum nicht kenne in dieser Form.
00:08:40: Ich glaube, es sollte generell so sein, dass eine besondere Architektur immer unter mehreren Aspekt gesehen werden sollte.
00:08:48: Das macht zum Beispiel auch der österreichische Bauheimpreis, da geht's auch ganz stark um die Leistungen der Auftraggebenden und da gehts meistens auch sehr stark um soziale Aspekte.
00:08:57: Ein bisschen genug davon, einfach nur diese Hochglanz-Architekturfotos zu primieren.
00:09:02: Ich glaube es gibt andere Themen.
00:09:04: Zum Beispiel jetzt zum ersten Mal gelesen das ist dieses Jahr endlich einen Preis gab auf den ich schon seit Jahren warte wo Projekte primiert werden die mindestens zehn Jahre alt sein müssen.
00:09:15: also man schaut sich an wie entwickeln sich die Gebäude und das Zusammenspiel mit den Menschen Auch die Bautechnik, wie haltbar sind die Gebäude?
00:09:23: Wie wartungsintensiv.
00:09:25: Das sind Themen, die viel interessanter sind.
00:09:27: Rhein-Hochglanz-Architekturprämien ist das relativ langweilig, finde
00:09:30: ich.
00:09:31: Da sind wir jetzt auch schon mitten im Thema.
00:09:33: Sie haben ja öfters angedeutet diese Verschränkung von Architekturnachhaltigkeit und Architektor weitergefasst, da wahrzunehmen.
00:09:41: Können sie uns ein bisschen mitnehmen, wie sich denn das Verhältnis von Architektur zur Nachhaltigkeit in den letzten Jahren entwickelt hat?
00:09:47: Also wurde das schon immer gemeinsam gedacht!
00:09:50: Nein, gar nicht.
00:09:51: Gar nicht!
00:09:52: Ich glaube da bin ich in der glücklichen Situation, dass ich ja nicht genau in der Zeit begonnen habe als es spannend wurde.
00:09:59: Ich hab damals auf der TU noch unter Professor Panthauser mich zum ersten Mal mit dem Passivhaus beschäftigt was sich sehr spannend fand.
00:10:07: Es war wirklich ein Riesenthema und ich bin dazu Veranstaltungen gegangen, habe viel gelesen darüber Und ich denke das war ein ganz ganz wichtiger Schritt in der Entwicklung Nachhaltigkeit in der Architektur des Passivhaus.
00:10:21: Das Passiv Haus war ein Projekt aus den, ich glaube neunzeiger Jahren von einem Professor Feist.
00:10:28: Es ging darum durch Minimierung der Wärmeverluste, Kompaktheit, Wärmeprückenarmheit und auch vor allem Wärmerückgewinnung so wenig Heizwärme wie darf entstehen zu lassen dass das Gebäude im Prinzip keine aktive Heizung braucht.
00:10:46: gab es die Grenze von fünfzehn Kilowattstunden pro Quadratmeter ein Jahr, heizwärme Bedarf.
00:10:51: Weil das so die Grenzen dessen ist, wo das muss jetzt nicht im Detail drauf hängen, wo des Bauphysikalisch und technisch funktioniert hat.
00:10:59: Das war ein marketingmäßig, ein hervorragendes Instrument und mit dem habe ich den Zugang gefunden.
00:11:07: Es gab dann eine ganz wesentliche Entscheidung.
00:11:09: Ich war mit meinem damaligen Partner Jury Treu eingeladen für einen Wettbewerb der Firma Velux.
00:11:16: Da ging es darum ein Modellhaus in Pressbaum zu bauen und gewünscht war ein Passivhaus.
00:11:21: Wir haben uns dann mit dieser Situation auseinandergesetzt, mit diesem Ort – das war ein sehr schwieriger Bauplatz!
00:11:28: Ein Passivhouse muss ein sehr kompakter Baukörper sein mit weniger Außenfläche einfach um wenig Wärmeverlust zu generieren.
00:11:36: Das hat völlig dem architektonischen Konzept widersprochen, dass wir als richtig geachtet haben für diesen Bauplatz.
00:11:42: Und so haben wir uns entschieden auf das Passivhaus zu verzichten und stattdessen viel stärker, auf den Ort zu reagieren und den optimal zu besetzen.
00:11:52: Und stattdessens über die CO-Zwei Bilanz des Hauses nachzudenken.
00:11:57: Das hat die Jury dann sehr beeindruckt und wir haben den Weltberg gewonnen.
00:12:00: und die Firma Velux hat damals uns die Chance gegeben in einer intensiven Zusammenarbeit mit der Donau Unicrames wirklich sich CO-Zwei-Bilanz auseinanderzusetzen.
00:12:11: Es war sehr früh damals, ich denke, in den vergangenen Jahren.
00:12:17: Wir haben dann das erste CO-zweineutrale Haus Österreich gebaut wo alles berücksichtigt wurde also von der Bereitstellung der Materialien, dem Transport, dem Bau, dem Betrieb und dem Rückbau eine Betrachtung über dreißig Jahre neutraler Zier, zwei Bilanz.
00:12:36: Also das Fußabdruck wird nach dreißig Jahren wieder weg sein.
00:12:39: Das war dann ein Game-Changer für mich.
00:12:41: also einfach unheimlich viel gelernt in diesem Prozess.
00:12:44: und dann kam natürlich auch die Zeit wo man langsam realisiert hat der Heizwärme wie darf es nicht mehr das Thema dem wir uns übermäßig widmen müssen?
00:12:52: Das funktioniert.
00:12:54: unser zukünftiges und aktuelles Thema ist also nicht die Wintertauglichkeit sondern die Sommertauglichkeit.
00:13:00: Dieser Sommer hat es uns gezeigt, wie können wir Gebäude bauen die auch im Sommer funktionieren ohne Russen.
00:13:06: eine Primär-Energie bedarf zu hohe Sachen.
00:13:09: Und das sind so die aktuellen Themen glaube ich, die immer stärker kommen.
00:13:14: Natürlich kommt hinzu die Ressourceneffizienz ganz wichtig.
00:13:18: Wie geht man mit dem Grund um?
00:13:20: Mit der Fläche, wie schafft man das?
00:13:21: mit wenig Flächenverbrauch sowohl außerhalb des Gebaus als auch innerhalb des Gebäudes zurechtzukommen Vermeidet man Versiegelung und fördert auch Kühlung im Außenraum.
00:13:33: Vieles anderes mehr, es ist extrem spannend diese Entwicklung mitzuerleben.
00:13:39: Ich glaube das ist schon ganz viel passiert und auch viel Gutes.
00:13:43: Es geht nur darum, es zu multiplizieren!
00:13:45: Okay, also wir sehen da hat sich in den letzten Jahren sehr viel entwickelt.
00:13:48: Vielleicht haben Sie es jetzt schon mal gesagt aber um das auch noch mal ein bisschen auf den Punkt zu bringen.
00:13:51: Also sie sehen einen ganz großen Trend jetzt eher in Richtung Kälte-Management.
00:13:57: gibt's sonst noch irgendwelche anderen Trends die Sie jetzt gerade als sehr wichtig anersehen?
00:14:01: Was mir jetzt auf der Reise, auf der Juryreise wieder unwahrscheinlich positiv ins Auge gestochen ist, dass man ganz deutlich merkt, dass hervorragende Projekte nur im Zusammenarbeit entstehen.
00:14:14: Wenn die richtigen Menschen zusammen etwas schaffen wollen und das schon bei der Auftraggeber-Innenseite anfängt, dann sind besondere Projekte möglich.
00:14:26: Immer dann wenn einzelne Player meinen ohnehin alles zu können und schon zu wissen und reproduzieren zu können, dann funktioniert es nicht!
00:14:35: Und das war also bei den Projekten, die wir angeschaut haben hat sich das durchgezogen.
00:14:39: Das waren sehr gute Zusammenarbeiten von... Interessanten Menschen.
00:14:45: Und ich glaube, das ist enorm wichtig dass wir nicht meinen auf zunehmende Komplexität oder zunehmenen Kostendruck so zu reagieren, dass wir Dinge des Prozesses aussparen oder einzelne Player weglassen und denken wir können eh schon alles sondern wir müssen einfach wirklich konsequent in der Zusammenarbeit bleiben in der gegenseitigen Motivation indem dass wir einfach gut es schaffen wollen.
00:15:11: Das ist enormwichtig.
00:15:13: Können Sie uns da mal ein bisschen mitnehmen, also ganz konkret wie könnte dann ein preisgegründes Projekt aussehen?
00:15:19: Also können sie uns da ein paar Beispiele nennen.
00:15:22: Ja es ist spontan.
00:15:23: das erste dass mir einfällt ist ein Projekt das vor zwei Jahren beim Bauherrnpreis prämiert wurde und ein Projekt in Salzburg In der Inhauser Straße.
00:15:33: Das ist eine Wohnsiedlung die in die Jahre gekommen war gemeinnützigen Bauträger gehört und dort hat man ein intensives Siedlungsmanagement betrieben.
00:15:46: Man hat also die Menschen, die dort wohnen nicht einfach rausgeschmissen oder so, man hat gesagt wir bauen grundlegend um, wir verdichten, wir erneuern.
00:15:57: ihr könnt alle hier wieder einziehen, soweit wir fertig sind und wir stellen euch eine Ersatzwohnung bereit.
00:16:03: Ihr könnt sie dann behalten oder er könnte auch wieder zurückkommen, ihr könnt das machen wie ihr wollt.
00:16:08: Es ist ein enormer Aufwand wo glaube ich wenn ich mich richtig erinnere eine Person ein ganzes Jahr damit beschäftigt war dieses Siedlungsmanagement veranzutreiben.
00:16:17: dann wurde dieser Nährung angegangen die in jeder Hinsicht wirklich in die Tiefe ging heidektonisch aber auch von den Ingenieurleistungen her.
00:16:27: also es war bis ins letzte Detail durchdacht also Verkehrslösung, Vermeidung von primär Energie Gemeinschaftsflächen, entziegelte Flächen, Urban Gardening, Sharing.
00:16:39: Alles Mögliche war in diesem Projekt integriert und das hat mich damals oder heute noch sehr beeindruckt weil vor allem auch die Stadt Salzburg als übergeordnete Auftraggeberin, weil ihr das Grundstück gehört auf dem das Gebäude steht schon von Grund auf mitgewirkt habt.
00:16:55: Sie haben also einen.
00:16:57: Wir haben es vermieden durch die höhere Dichte einen höheren Bauzins zu wollen.
00:17:01: Also ein Zins für dieses Grundstück, dadurch wurde einiges möglich.
00:17:04: dann hat man den Stellplatz Schlüssel gewähren lassen also man hat die Parkplätze auf der Anzahl gelassen die sie waren und hat aber die Menschen, also die Wohnungen dort schlag erhöht.
00:17:15: Dadurch wurde ist natürlich der Stellplatzschlüssel gesunken und es wurden dann dafür Ersatzlösungen angeboten, so eine Mobility-Harp usw.
00:17:22: Also sprich man hat nicht nur auf Gesetzen und Regelung beharrt sondern man hat reagiert auf ein spezielles Projekt das einfach ein Leuchtturmprojekt werden sollte und dass alle wollten.
00:17:31: Und das ist jetzt das Zusammenspiel von dem ich vorgesprochen habe.
00:17:34: Alle gemeinsam und so hat man anstatt eine Wohnsiedlung – Ich weiß nicht mal so Herr Zeit genau die war – abzureißen hat man ihr neues Leben eingehaucht und sie für die nächsten fünfzig Jahre fit gemacht.
00:17:47: Ein super Beispiel!
00:17:49: Ist ein extrem interessantes Beispiel.
00:17:50: Ich glaub, da sieht man auch wie viele verschiedene Themen da eigentlich zusammenkommen.
00:17:54: Ich würde ganz gern jetzt noch mal ein paar aufgreifen.
00:17:57: also das erste ist ja was ja schon ins Auge springt da behandelt es sich oder hat es sich nicht gehandelt um Neubau richtig sondern um eigentlich eine Sanierung.
00:18:06: Also würden Sie da sagen dass wenn wir von Nachhaltigkeit und Architektur reden Dass da auch im Hinterkopf immer haben sollte dass es nicht immer Neubauer sein muss Sondern manchmal auch mit Sanierung geht.
00:18:16: Ganz stark.
00:18:17: Das ist natürlich, wenn man sich mit Nachhaltigkeit in der Architektur beschäftigt dann kommt man relativ schnell darauf dass das nachhaltigste Gebäude immer das schon da ist.
00:18:28: Da steckt ein riesiges Potenzial drin.
00:18:31: ich glaube dass es Bauen im und mit dem Bestand unser Hauptthema ist und sein sollte jetzt und in der Zukunft, weil ein großer Teil unserer gebauten Landschaft oder Umgebung schon da ist.
00:18:42: Und wir vielleicht eher Anpassungen vornehmen müssen.
00:18:45: Also das ist ein ganz wichtiges Thema.
00:18:47: so hat sich beim letzten Mal von diesem mal darf ich noch nichts verraten.
00:18:50: Beim letzten Mal auch so ergeben dass alle drei primierten Projekte letztendlich keine Neubauprojekte waren sondern Bestandsentwicklungen oder Weiterentwicklung.
00:19:00: Ein anderer Aspekt, der ja auch Ganz stark rauskam ist der soziale Aspekt.
00:19:05: Also wir haben ja gerade, wenn es jetzt auch kein Neubau ist, haben wir ja auch MieterInnen und generell die Freige von leistbaren Wohnraum ist natürlich immer eine ganz große und wichtige.
00:19:15: in ihren Projekten, die sie über die letzten Jahre betreut haben und sich angeschaut haben, primiert haben.
00:19:21: können Sie uns da ein bisschen mitnehmen wie eben dieser soziale aspekt gut mit eingebunden werden kann?
00:19:28: Ja also da ist es für mich immer besonders beeindruckend in Wien zu sein, weil einfach das Niveau der Artig hoch ist.
00:19:34: Es gibt wirklich Wohnbauprojekte im gemeinnützigen Bereich die ihresgleichen suchen.
00:19:40: natürlich die Tradition des Wiener Wohnbaus schon sehr lange aber doch wirklich fantastisch.
00:19:46: erstens welche Mietpreise hier erzielt werden und trotzdem welche Qualität geliefert worden haben wir auch dieses Jahr wieder ganz ganz tolle Beispiele gesehen.
00:19:57: Das ist zum Beispiel für mich als Feralberger ein spannendes Thema, weil man natürlich aufgrund der Siedlungsstruktur in Feralberg und auch wie die Leute gewohnt sind zu leben mit Erbteilung.
00:20:09: Jeder hat sein Häuschen und sehr zur siedelte Landschaft über Generationen.
00:20:14: Da sind wir noch lange nicht so weit und ich glaube da gibt es in Wien gerade viel zu bestaunen und zu lernen schon seit Langem.
00:20:21: aber besonders jetzt.
00:20:22: die Entwicklung nehme ich als extrem positiv vor.
00:20:25: Würden Sie sagen, was die Projekte angeht mit einem großen Nachhaltigkeitsbezug?
00:20:30: Dass sich das über ganz Österreich verteilt oder sehen sie da eine Konzentration bei einem bestimmten Bundesland.
00:20:36: Ja, das ist gut dass Sie es ansprechen.
00:20:37: Das ist schon vielleicht ein bisschen der Wermutstropfen im Preis.
00:20:42: Es war seit ich dabei bin und auch ich glaube denke vorher auch schon soweit ich die Ergebnisse im Kopf habe immer so, dass es einen sehr starken Pol in Osten und Westen gegeben hat.
00:20:54: Im Westen natürlich durch den Holzbau ganz stark, in Feralberg, in Wien vielleicht stärker auf der Wohnbauseite auch Thema soziale Nachhaltigkeit und so weiter.
00:21:05: aber über das ganze Wohnesgebiet verteilt wird es dünn und im diesem Jahr hat sich die Tendenz ganz klar noch stärker nach Wien verschoben als allein schon an der Zahl der Einreichungen.
00:21:17: also offenbar ist Wien weiterhin sehr, sehr aktiv während in den Bundesländern das Thema des nachhaltigen Bauens etwas in den Hintergrund zurückgedroht.
00:21:28: Das ist vielleicht schon ein Thema, worüber man sprechen muss und dass man auch ernsthaft wahrnehmen muss weil letztendlich die Projekte, die wir jetzt primieren, die Grundstöcke dafür wurden vor vier fünf Jahren gelegt.
00:21:40: also Die Entwicklung, die Wir heute haben wird sich baulich erst in vier fünf jahren auswirken.
00:21:46: Insofern
00:21:48: vielleicht noch ein Thema, was ich auch sehr interessant finde.
00:21:50: Ich hatte tatsächlich schon mal eine Folge da ging es um nachhaltige Quartiere und da haben wir auch sehr viel über das Thema Mobilität gesprochen und das hatten Sie ja jetzt bei Ihrem ersten Beispiel auch schon erwähnt.
00:22:01: können sie uns dann bisschen mitnehmen wie man denn gut Mobilität in so ein nachhaltiges Architekturprojekt mit einbinden kann?
00:22:09: Ja die Mobilität ist wahrscheinlich das bestimmendste Thema dass es überhaupt geht im Städtebau und der Architektor Also ich glaube, ihr untergeordnet wurden ganze Landstriche und Städte in den letzten hundert Jahren oder vielleicht nicht ganz hundert Jahre.
00:22:23: Ja das ist schon ein wichtiges Thema und man merkt auch als Architektur schaffender dass also immer die Diskussion geht sehr schnell letztendlich ums Auto.
00:22:33: Das ist leider so Und genau dort ist noch viel zu tun denke ich.
00:22:37: Einerseits ist natürlich wichtig die Anwendung in den öffentlichen Verkehr, was man wenn man in Wien lebt als selbstverständlich erachtet.
00:22:43: Das ist aber doch in weniger stark besiedelndem Gegenden deutlich anders.
00:22:48: Ich komme aus Vorarlberg wo wir auch ein enorm gutes öffentliches Verkehrsnetz haben Aber das ist noch nicht überall so.
00:22:54: Aber ich glaube es ist ein ganz wichtiger Aspekt, aber es geht letztendlich auch um die Bereitschaft der Leute das auch zu nutzen und nicht so verlangen, dass einfach jede Wohnung zwei oder drei Stellplätze haben muss.
00:23:06: Und dass jeder Haushalt zwei Autos hat.
00:23:08: Also das ist eine vereintete Sichtweise die ich schon lange nicht mehr teile.
00:23:14: Ich selbst fahre Großteils mit dem Fahrrad – viel mit dem Zug unterm Fahrrad aber nicht nur aus Gründen der CO-Zwei-Effektivität sondern auch einfach aus Bequemlichkeit wenn ich ehrlich sein muss.
00:23:28: geht besser, ich kann unterwegs arbeiten oder entspannen im Zug.
00:23:33: Wenn ich dort bin, setze ich mich aufs Fahrrad, bin in kürzester Zeit wo ich hin muss also... Ich glaube es braucht einen Umdenken.
00:23:40: das Angebot ist an vielen Orten schon sehr gut.
00:23:43: Es muss natürlich weiter besser werden aber ein ganz starker Punkt ist einfach das probieren.
00:23:49: Einfach die Vorteile zu sehen die einem das bietet, wenn ich nicht im Auto sitze wo ich mich permanent konzentrieren muss und wo ich vielleicht auch im Stau stehe, mich ärgere gestresst bin sondern mich einlasse auf andere Formen der Mobilität.
00:24:03: Mir fällt es leicht wir haben einen Autor das verwendet meine Frau für ihre Firma Ich für mein Büro Und alle gemeinsam privat.
00:24:10: inzwischen hat meine Tochter auch den Führerschein und trotzdem muss ich ehrlich sagen dass auto steht... ...ich weiß nicht Ein Großteil der Zeit einfach nur in einer Tiefgarage, die dafür gebaut wurde dass das Auto dort steht.
00:24:24: Also da ist irgendwas grundlegend falsch aber da ist noch ein langer Weg um es wirklich zu ändern.
00:24:30: Das ist noch einen langen Weg glaube ich unabhängig jetzt vom Antrieb des Autos.
00:24:35: Es ist so tief in der Gesellschaft drin, dass einfach jede Person oder jeder Haushalt sein Auto hat sich über das Auto definiert und so weiter.
00:24:43: dabei müsste das ja nicht mal ein privates Eigentum sein.
00:24:46: Ich träume oft davon, wie es wäre, wenn Autos herumstehen wie Parkbänke.
00:24:52: Es ist eine reine Software-Thema, wie wir das verwenden und abrechnen – es gibt keine eigenen Autos mehr!
00:24:58: Und wie viel Fläche dann plötzlich frei werden würde für andere Dinge?
00:25:03: Aber gut man darf ja träumen!
00:25:04: Man darf träumen, da vielleicht ein kleiner Tipp am Rande wird auch man der Folge über aktive Mobilität.
00:25:10: Da wurde das genannt, kleine Ergänzung zu ihrem Fahrradfahren ist sehr gut für die Gesundheit also... darf man auch nicht außer Acht lassen.
00:25:18: Okay, und jetzt vielleicht noch mal sehr spezifisch aber mich interessiert das persönlich auch sehr.
00:25:23: Sie haben schon das Thema Beton angesprochen dass sie da ein Interesse während dem Studium auch dafür hatten und ich glaube beton kennt jeder Und ich persönlich.
00:25:31: wenn ich jetzt an Architektur Nachhaltigkeit denke dann kommt mir auch sofort den Kopf die Diskussion um beton weil beton doch einen sehr hoch für servicio zwei verantwortlich ist.
00:25:42: würden sie sagen beton kann gar nicht mehr stattfinden in der Architektur oder gibt es doch Anwendungsfälle, wo Beton möglicherweise doch noch sinnvoll sein könnte?
00:25:53: Absolut und das möchte ich auch echt relativieren.
00:25:55: Das soll auf keinen Fall so rüber kommen als Bauen mit Betonenprinzipien etwas Schlechtes ist stimmt nicht.
00:26:01: Beton hat natürlich die Eigenschaft dass über die Zementherstellung hauptsächlich sehr viel CO² emittiert wird Und Holz im Gegensatz dazu speichert C-II.
00:26:11: Also das ist natürlich ein grundlegend riesiger Vorteil dieses nachwachsenden Baustoffsholz.
00:26:16: und so überlege ich in meiner Arbeit immer zuerst, als erstes was kann ich erhalten?
00:26:21: Was muss ich möglicherweise wegnehmen?
00:26:25: Als zweites überlege Ich was kann nicht in Nachwachsende baustoffen oder verhandenen Baustoffe vielleicht auch im Sinne des Kreislaufs bauen?
00:26:33: Und irgendwann kommt man dann aber immer zu dem Punkt, wo einfach betonnotwendig ist.
00:26:38: Also das ist einfach auch ein unglaublich tolles Material was es kann also von der Gestaltungsmöglichkeit und technischen Möglichkeiten her unschlagbar nicht wegzudenken.
00:26:47: ich glaube nur es braucht einen Einsatz mit Vernunft und nicht einfach aus Alternativlosigkeit im Sinne der Denkweise sondern erst wenn es technisch Alternativlos wird.
00:26:58: Abgesehen davon wird natürlich auch viel gearbeitet daran, den Beton von der CO-Zwei-Bilanz her deutlich zu verbessern.
00:27:05: Ich glaube das ist auf einem guten Weg.
00:27:07: Gut jetzt sind wir sehen die Tiefen der Nachhaltigkeit und Architektur gestiegen.
00:27:13: Vielen Dank!
00:27:13: Das war sehr interessant da ihren Einblick zu bekommen.
00:27:17: Jetzt würde ich aber noch mal gerne auf den Staatspreis zurückkommen.
00:27:20: Sie haben ja jetzt schon einiges an Jury-Arbeit geleistet.
00:27:24: Können Sie uns kurz einen Einblick geben?
00:27:27: Natürlich dürfen sie uns nicht zu viel verraten, aber was denn jetzt Ihr Eindruck war von diesem Jahr und mit welchen Gefühlen Sie aus der bisherigen Arbeit rauskommen?
00:27:35: Zunächst mal war es unheimlich schön zu sehen oder wichtig für mich zu sehen dass wir eine gute Auswahl getroffen haben weil das ist ja leider so dass wenn ich alle Projekte anschauen können wie ich schon sagte sondern wir müssen das soweit reduzieren das sind drei Tage die Besichtigung herbringen können und ich glaube wir haben eine sehr gute Auswahl getroffen.
00:27:54: Wir haben nämlich sehr viel verschiedene Projekte gesehen, die einen sehr breiten Zugang zum Thema Nachhaltigkeit haben.
00:28:02: Und das war mal das eine was mich sehr gefreut hat.
00:28:06: Das zweite war was ich schon erwähnt habe zu sehen wie fruchtbar Zusammenarbeiten zwischen kompetenten Menschen sind.
00:28:14: also Ich kann mir jetzt ein Einbrück wieder erinnern, dass wir gesehen haben, wo ein Energietechnik oder an zwei sogar, wo die Energietechniker planer da waren und mit voller Begeisterung erzählt haben.
00:28:24: Und mit großem Stolz zu Recht stolz?
00:28:26: Das ist schon wirklich gut einfach zu sehen.
00:28:29: Das sind Leute, die machen nicht nur ihre Arbeit und gehen zum nächsten sondern überlegen sich wo können wir besser werden was sind Möglichkeiten was können wir weitragen?
00:28:38: und das ist schon echt immer fantastisch zu sehen.
00:28:41: generell glaube ich besondere Projekte, die dann wirklich auch in die Preisrenge rutschen.
00:28:49: Dann doch diese sind, die wirklich kaum erschwächten oder praktisch keine Schwächen mehr haben, wo man sieht sie sind in der Breite und in der Tiefe wirklich durchgearbeitet und quasi für Kritik kaum mehr angreifbar.
00:29:02: Also das ist schon einfach schön!
00:29:04: Und ich bin dann auch gespannt wie es in der Zukunft ist wenn wir dann wieder zurückschauen ins Jahr-Zwei-Sechsenzehnzig was damals jetzt diese Projekty waren wie sich es dann in der Zukunft wieder entwickelt hat und was da an der Maßstabe ist, jetzt zu erfüllen.
00:29:16: Das entwickelt sich immer weiter und das ist sehr schön zu sehen.
00:29:20: Wie war das denn bei der Entscheidungsfindung?
00:29:22: Ich kann mir vorstellen – Sie haben schon gesagt, es gab so viele sehr gute, fast perfekte Projekte aus Ihrer Sicht.
00:29:28: War es dann schwer überhaupt zu einer Entscheidung zu kommen?
00:29:31: Vor allem kann ich mir vorstellen, wenn mehrere Personen zu dieser Entscheidung kommen müssen, dass gestaltet sich ja mitunter teilweise gar nicht so einfach, kann ich mich vorstellen.
00:29:39: Ja, das ist sicher schwer!
00:29:41: Es war auch dieses Jahr schwer, aber ich glaube genau diese Diskussion und auch die Reibung braucht es.
00:29:46: Wichtig ist eine gute Diskussionskultur.
00:29:48: Die gibt's zweifels ohne in diesem Gremium traditionell.
00:29:52: also ich bin jetzt das dritte Mal dabei gewesen.
00:29:54: Ich denke, dass wir früher nicht anders... Ja!
00:29:56: Es gibt unterschiedliche Sichtweisen und letztendlich wenn mehrere Menschen gemeinsam zu einer Entscheidung kommen müssen dann braucht es auch Kompromissfähigkeit.
00:30:06: Auch das hat funktioniert.
00:30:08: Wir haben dieses Jahr ein sehr besonderes Ergebnis, da kann ich nur mit Spannung drauf tiesern.
00:30:14: Also man wird es überrascht sein!
00:30:17: Ja, ich glaube das sind wir jetzt alle sehr gespannt darauf.
00:30:19: nachdem sie das so angeteasert haben.
00:30:22: So vielleicht schon zum Abschluss
00:30:25: hin?
00:30:25: Wir haben sehr viel darüber geredet wie Architekturnachhaltigkeit verschränkt sein kann, wie es verschränkend sein sollte, vielleicht auch wie es in der Vergangenheit manchmal noch nicht so mitgedacht wurde... Jetzt nach Ihren ganz frischen Eindrücken, wie würden Sie sagen?
00:30:40: Stehen wir denn heute bei dem Thema Nachhaltigkeit und Architektur.
00:30:44: Ist das aus Ihrer Sicht was, was in jedem Fall immer gemeinsam gedacht werden sollte und wird oder haben wir da noch einen weiten Weg hin?
00:30:52: Nein ich glaube, wir sind enorm weit!
00:30:53: Ich glaube es ist inzwischen wirklich angekommen dass die Nachhaltigkeit der Umgang mit Ressourcen bezüglich CO-Zwei-Belanz einfach ein Teil der Architektur ist.
00:31:06: Und die Architektorist immer am Puls der Zeit und es wäre eigentlich ziemlich dumm, das zu verleugnen.
00:31:13: Deswegen denke ich wir sind sehr weit.
00:31:15: Wir sind auch bei den Lösungen sowohl gestalterisch als auch technisch unglaublich weit.
00:31:22: also es gibt für fast alle seine Antworten.
00:31:26: Es geht nur darum sie auch umsetzen zu wollen und sich damit auseinanderzusetzen.
00:31:32: Ja, ich denke der Preis stößt ja genau das an oder wirft dann scheinwerferlich drauf.
00:31:37: Vielen vielen Dank für diese echt interessanten Einblicke.
00:31:41: jetzt bleibt mir zum Schluss noch zu fragen ob sie uns vielleicht einen Tipp mitgebracht haben ein Klimaktiv-Tipp für unsere Hörerinnen?
00:31:47: Ich möchte irgendwie keine großen moralischen Fässer aufmachen oder irgendwas sondern ich möchte einfach einladen einen guten Film anzuschauen der mir sehr viel Spaß gemacht hat.
00:31:57: es ist zwar schon Vier Jahre her glaube ich, dass ich ihn gesehen habe.
00:32:00: Er stammt aus dem Jahr einundzwanzig und er heißt Don't Look Up!
00:32:03: Und ich glaub das ist ja immer noch Humorvoller Blick darauf wie ich unsere Gesellschaft ab- und zu wahrnehme.
00:32:11: Vielleicht wenn man den Film dann angeschaut hat könnte man sich danach hinsetzen unter einem Buch lesen und zwar von der Frau Dr.
00:32:19: Kromkolb.
00:32:20: die hat geschrieben für Pesimismus ist es jetzt zu spät und das ist deutlich motivierender als vielleicht der Titel klingt
00:32:28: Da stimmt.
00:32:29: Dann vielen Dank!
00:32:30: Ist schon direkt auf meiner Buchliste und ich bedanke mich natürlich auch bei unseren Zuhörerinnen und Zuhören.
00:32:37: Und damit sind wir am Ende unserer Folge angekommen.
00:32:40: In den Show Notes verlinke ich dir Infos zum Thema.
00:32:44: Ich hoffe, die Folge hat dir gefallen.
00:32:46: Wie immer freuen wir uns über Feedback und eine positive Bewertung in der Podcast-App deines Vertrauens.
00:32:51: Bis zum nächsten Mal.
00:32:54: Das war der Klimadiallog, ein Podcast von Klimaaktiv – der Klimaschutzinitiative des Bundes.
00:32:59: Wir unterstützen Menschen, Unternehmen und Gemeinden in ganz Österreich wirksam den Klimaschutz voranzubringen!
00:33:05: Du willst selbst aktiv werden?
00:33:07: Du suchst fundiertes Fachwissen oder praxistaugliche Werkzeuge?
00:33:10: Dann komm auf unsere Website klimaaktif.at.
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